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28.6.2017 : 4:07

Förderprojekte des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur

Der Umgang mit Tod und Trauer unterliegt wie alle gesellschaftlichen Phänomene einem permanenten Wandel. Deshalb geht es in den Förderprojekten auch darum, die reiche Kulturtradition von der Trauermusik über Trauerrituale bis zur künstlerischen Darstellung der Berufe der Totenfürsorge zu erforschen, um aufzuzeigen, wie Tradition und Innovation aufeinander bezogen sind.

Zur Forschungsförderung zählen Stipendien für ausgewählte Projekte der Sepulkralkultur; öffentliche Veranstaltung wie Tagungen, Symposien oder Ausstellungen; Lehrstuhlkooperationen an Universitäten oder auch die Unterstützung wissenschaftlicher Publikationen.

Publikationen

  • Der Tagungsband Bestattungskultur – Zukunft gestalten ist im Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes im Auftrag des Kuratorium Deutsche Bestattungskultur und der Deutschen Bischofskonferenz erschienen im Jahr 2004.
  • Die 6 CDs umfassende Sammlung zur Trauermusik Musica et Memoria – Trauermusik durch die Jahrhunderte ist im Jahr 2005 vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur herausgegeben worden und kann über den Fachverlag bezogen werden.

Lehrstuhlkooperationen

  • Seit 1998 besteht eine Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Trauerpsychologie in Regensburg. Im Rahmen dieser Kooperation sind u.a. eine Habilitation von Herrn Dr. Thomas Schnelzer zur Trauerpsychologie sowie eine Promotion von Frau Sabine Holzschuh zu Trauerhallen gefördert worden.
  • Seit 2004 besteht eine Kooperation mit der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf in Form einer neu eingerichteten Forschungsstelle zur Sepulkralmusik. Gemeinsam mit Herrn Professor Dr. Dr. Kalisch und seinen Mitarbeitern ist eine thematisch angelegte Sammlung zur Trauermusik als Grundlage für eine Belebung der Diskussion zur Trauermusik erarbeitet worden, die als CD-Sammlung vorliegt. Neben Untersuchungen zum Wandel der Trauermusik durch die Jahrhunderte und zum Phänomen der Trauermusik in verschiedenen Gattungen werden auch Erscheinungen wie „Trost in der Musik“ oder „Trauermusik in anderen Kulturen“ untersucht. Die Kooperation findet ihren Niederschlag im Seminarangebot des Fachverlags zur Trauermusik sowie in der gemeinsamen Planung eines Trauermusikforums am 2./3. November 2005 im FFFZ in Düsseldorf.

Stipendien

  • Frau Sabine Holzschuh ist mit einem Forschungsstipendium (2001-2003) für ihr Dissertationsprojekt „Trauer und Raum“ gefördert worden. („bestattungskultur“ 09/2002, S. 16/17)
  • Frau Dr. Jeanne E. Rehnig bezieht als Kunsthistorikerin ein Stipendium (I/2005-I/2006) für die Vorbereitung eines Buches zum Thema “Berufe der Totenfürsorge in der Kunstgeschichte vom Mittelalter bis heute“, das eine gemeinsam mit dem Museum für Sepulkralkultur in Kassel geplante Ausstellung im Jahr 2006 begleiten wird.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Das Theaterstück „Ritus“, das sich mit verschiedenen Bestattungsarten auseinandersetzt, ist gefördert worden. Es wurde im Rahmen der Eternity in Köln (20.-22.9.2002) und der BEFA 2005 in Düsseldorf aufgeführt. („bestattungskultur“ 5/2002, S. 24/25 und 12/2002, S. 34)
  • Vom 16.-17.10.2003 wurde eine Tagung zum Thema Bestattungskultur – Zukunft gestalten veranstaltet. Die Ergebnisse sind als Tagungsband veröffentlicht.

Druckkostenzuschüsse

  • Im Jahr 2001 ist die Dissertation von Adelheid Fiedler „Ich war tot und Ihr habt meinen Leichnam geehrt. Unser Umgang mit den Verstorbenen“ mit einem Druckkostenzuschuss gefördert worden.
  • Die Publikation der Tagung „Creating Identities“, die von Professor Dr. Reiner Sörries im Sepulkralmuseum in Kassel vom 30.10.-1.11.2003 stattgefunden hat, ist mit einem Druckkostenzuschuss unterstützt worden. Die Tagung hat sich der identitätsstiftenden Wirkung von Grabsteinen gewidmet.
  • Die Unterrichtshilfe „Abschied. Mit Kindern über Leben und Sterben nachdenken“, hg. von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsvorsorge e.V., wurde im Jahr 2004 mit einem Druckkostenzuschuss unterstützt.
  • Das Buchprojekt zum Mainzer Hauptfriedhof „Ort der Stille – Friedhof. 200 Jahre Mainzer Aureus“ ist im Jahr 2005 mit einem Druckkostenzuschuss unterstützt worden.

Förderprojekte

  • Das Kuratorium hat die Patenschaft für eine Figur aus dem Zizenhausener Totentanz für die Sammlung des Museums für Sepulkralkultur im Jahr 2004 übernommen.